Monitorings dienen dazu, die Entwicklung von Arten, Lebensräumen oder umgesetzten Schutzmaßnahmen über einen bestimmten Zeitraum fachlich zu begleiten. Sie werden häufig im Anschluss an Eingriffe, Ausgleichs- oder Artenschutzmaßnahmen durchgeführt, um deren Wirksamkeit zu überprüfen und gegebenenfalls Anpassungen abzuleiten.
Typische Anwendungen
Kontrolle von Fledermauskästen nach Quartierverlust.
Reinigung und Kontrolle von Nistkästen.
Die Erfolgskontrolle von CEF-Maßnahmen / Aufwertungsmaßnahmen.
Mehrjährige Begleitung von Ausgleichs- und Ersatzhabitaten.
CEF-Maßnahmen („continuous ecological functionality“) dienen dazu, die ökologische Funktion einer betroffenen Fortpflanzungs- oder Ruhestätte ohne zeitliche Unterbrechung zu erhalten. Sie müssen daher vor dem Eingriff wirksam sein und fachlich so geplant werden, dass die betroffene Art weiterhin geeignete Quartier- oder Habitatstrukturen nutzen kann. Bei Fledermäusen können dazu beispielsweise Ersatzquartiere, Fledermauskästen oder neu geschaffene bzw. aufgewertete Quartierstrukturen gehören; häufig werden solche Maßnahmen durch Monitoring und Erfolgskontrollen begleitet.
Wenn bestehende Fledermausquartiere durch Bau-, Sanierungs- oder Fällmaßnahmen verloren gehen, können Ersatzquartiere erforderlich werden. Je nach betroffener Art und Quartierfunktion kommen unterschiedliche Lösungen infrage – beispielsweise Fledermauskästen an Bäumen, Fassadenquartiere oder dauerhaft in Gebäude integrierte Quartiere. Entscheidend ist, dass Bauform, Anzahl, Exposition, Höhe und Standort zum ursprünglichen Quartier und zur jeweiligen Art passen. Die Maßnahmen sollten daher fachlich geplant und – je nach Auflage – im Anschluss durch Monitoring bzw. Erfolgskontrollen überprüft werden.
Wenn durch ein Vorhaben Fortpflanzungs-, Ruhe- oder Überwinterungsstätten von Reptilien verloren gehen, können geeignete Ersatzhabitate erforderlich sein. Je nach Art und Standort werden dabei strukturreiche Flächen mit Sonnenplätzen, Verstecken, grabfähigem Substrat, Eiablagebereichen und frostgeschützten Überwinterungsstrukturen geschaffen oder aufgewertet. Entscheidend ist, dass die Maßnahmen räumlich geeignet, rechtzeitig funktionsfähig und langfristig erhalten werden; bei CEF-Maßnahmen muss die ökologische Funktion bereits vor dem Eingriff gesichert sein.
Wenn Brutplätze durch Bau-, Sanierungs- oder Abrissmaßnahmen verloren gehen, können geeignete Nist- und Ersatzquartiere erforderlich werden. Je nach Art kommen unterschiedliche Lösungen infrage, beispielsweise Kunstnester für Schwalben, Schwalbenhäuser oder -stelen, Mauerseglerkästen sowie Nistkästen für Turmfalken. Entscheidend ist, dass Bauform, Anzahl und Anbringungsort an die jeweilige Art und die bisherige Quartiersituation angepasst werden und die Ersatzstrukturen rechtzeitig zur Verfügung stehen.
Als Auftragsgeber bekommen Sie
Als Ergebnis erhalten Auftraggeber eine nachvollziehbare Dokumentation der Kontrollen, einschließlich Fund- und Nutzungsnachweisen, Fotodokumentation, GIS-gestützter Verortung sowie einer fachlichen Bewertung der Maßnahmenwirksamkeit. Falls erforderlich, werden Empfehlungen zur Anpassung oder Ergänzung bestehender Maßnahmen formuliert.